
Eine Chronograph-Uhr erkennen Sie an den kleinen Hilfszifferblättern und an den Drückern neben der Krone. Aber was macht ein Chronograph eigentlich, und wie benutzen Sie ihn? Ein Chronograph ist eine Uhr mit eingebauter Stoppuhr: Sie lesen die Uhrzeit ab und messen gleichzeitig, wie lange etwas dauert. In diesem Beitrag erfahren Sie, was Chronograph bedeutet, wie Sie Stoppfunktion und Tachymeter verwenden und worauf Sie bei einem Chronographen für Herren achten.
Was ist eine Chronograph-Uhr?
Das Wort Chronograph stammt aus dem Griechischen: chronos bedeutet Zeit, graphein schreiben. Ein Chronograph ist also wörtlich ein Zeitschreiber. Gemeint ist eine Uhr, die neben der normalen Uhrzeit eine Stoppfunktion hat. Sie starten, stoppen und nullen die Messung mit Drückern an der Gehäuseseite, ohne dass die Uhr aufhört, die Zeit anzuzeigen.
Ein Chronograph ist nicht dasselbe wie ein Chronometer, auch wenn die Wörter ähnlich klingen. Ein Chronometer ist eine Uhr, deren Ganggenauigkeit offiziell geprüft wurde. Der Begriff Chronograph sagt nur etwas über die Funktion: Die Uhr hat eine Stoppuhr. Eine Uhr kann das eine, das andere oder beides sein.
Woran erkennen Sie einen Chronographen?
Ein Chronograph hat einige Merkmale, die Sie bei einer einfachen Uhr mit drei Zeigern nicht finden:
- Drücker neben der Krone. Meist sitzt ein Drücker oberhalb und einer unterhalb der Krone. Mit dem oberen starten und stoppen Sie die Stoppuhr, mit dem unteren stellen Sie sie auf null zurück.
- Hilfszifferblätter. Diese kleinen Zifferblätter zählen zum Beispiel die Minuten und Stunden Ihrer Messung oder zeigen die laufenden Sekunden der normalen Uhrzeit.
- Ein großer Sekundenzeiger, der stillsteht. Bei vielen Chronographen ist der lange Zeiger in der Mitte der Stoppsekundenzeiger. Er steht auf zwölf Uhr, bis Sie die Stoppuhr starten.
- Oft eine Tachymeterskala. Das ist die Skala mit Zahlen auf der Lünette oder am Rand des Zifferblatts. Mehr dazu weiter unten.
Chronograph benutzen: So funktioniert die Stoppuhr
Einen Chronographen zu benutzen ist einfacher, als es aussieht. Bei den meisten Modellen gehen Sie so vor:
- Drücken Sie einmal auf den oberen Drücker. Der Stoppzeiger beginnt zu laufen.
- Drücken Sie noch einmal auf den oberen Drücker. Die Stoppuhr hält an und Sie lesen die gemessene Zeit ab: die Sekunden am großen Zeiger, die Minuten (und manchmal Stunden) auf den Hilfszifferblättern.
- Möchten Sie weitermessen, drücken Sie erneut oben. Die Messung läuft dort weiter, wo sie stand.
- Mit dem unteren Drücker stellen Sie alle Stoppzeiger auf null zurück. Tun Sie das nur, wenn die Stoppuhr steht.
Welches Hilfszifferblatt was anzeigt, hängt vom Uhrwerk ab. Werfen Sie deshalb einen Blick in die Bedienungsanleitung Ihrer Uhr. Nach ein paar Versuchen wissen Sie genau, wohin Sie schauen müssen.
Wofür nutzen Sie die Stoppfunktion? Zum Beispiel für Ihre Laufrunde, die Kochzeit eines Eis, die Parkdauer, die Länge einer Präsentation oder die Zeit bis zur Abfahrt des Zuges. Das Smartphone können Sie dabei in der Tasche lassen.
Was ist ein Tachymeter auf der Uhr?
Viele Chronographen haben ein Tachymeter: eine Skala mit Zahlen wie 60, 100, 200 und 400. Damit berechnen Sie die Geschwindigkeit über eine bekannte Strecke, meist einen Kilometer. So geht es:
- Starten Sie die Stoppuhr, wenn Sie den Anfang eines Kilometers passieren, zum Beispiel einen Kilometerstein an der Straße.
- Stoppen Sie nach genau einem Kilometer.
- Schauen Sie, wo der große Stoppzeiger auf der Tachymeterskala steht. Diese Zahl ist Ihre Durchschnittsgeschwindigkeit in Kilometern pro Stunde.
Haben Sie den Kilometer zum Beispiel in 30 Sekunden zurückgelegt, steht der Zeiger bei 120: Sie sind im Schnitt 120 km/h gefahren. Die Skala funktioniert für Messungen bis etwa eine Minute. Dauert es länger, liegt das Ergebnis außerhalb der Skala. Im Alltag nutzen Sie das Tachymeter selten, aber es ist ein schönes Stück Technik und verleiht einem Chronographen seinen sportlichen Charakter.
Woher kommt der Chronograph?
Der Chronograph entstand im neunzehnten Jahrhundert, als man kurze Zeitspannen genau messen wollte, etwa bei Pferderennen und in der Wissenschaft. Später wurde er im Motorsport und in der Luftfahrt unverzichtbar, wo Piloten und Rennfahrer Zeiten und Geschwindigkeiten im Blick behalten mussten. Daher stammt die sportliche Ausstrahlung, die ein Chronograph bis heute hat. Wenn Sie sich für Uhren aus früheren Zeiten interessieren, lesen Sie auch unseren Leitfaden über Taschenuhren.
Chronograph für Herren: Worauf sollten Sie achten?
Wenn Sie zwischen mehreren Modellen schwanken, achten Sie auf diese Punkte:
- Gehäusedurchmesser. Ein Chronograph zeigt mehr auf dem Zifferblatt als eine einfache Uhr, deshalb ist das Gehäuse oft etwas größer. Rund 42 mm sind ein gängiges Maß für eine Herrenuhr mit Chronograph.
- Gehäusehöhe. Ein Chronographenwerk braucht mehr Platz, deshalb sind manche Chronographen recht dick. Tragen Sie oft Hemden, wählen Sie ein flacheres Modell, das unter die Manschette passt.
- Ablesbarkeit. Ein guter Kontrast zwischen Zifferblatt und Zeigern erleichtert das Ablesen, gerade bei drei Hilfszifferblättern.
- Armband. Ein Lederarmband wirkt wärmer und klassischer, ein Gliederarmband aus Edelstahl sportlicher und robuster.
- Wasserdichtigkeit. Achten Sie auf die ATM-Angabe. Betätigen Sie die Drücker eines Chronographen nicht unter Wasser, es sei denn, der Hersteller erlaubt es ausdrücklich.
- Uhrwerk. Ein Quarz-Chronograph läuft mit einer Batterie, ist genau und braucht wenig Pflege.
Chronograph-Uhren von Valóre
In unserer Kollektion Herrenuhren finden Sie vier Chronographen von Valóre, alle Swiss Made mit einem Schweizer Quarzwerk von Ronda, einem 42-mm-Gehäuse, wasserdicht bis 10 ATM und mit gehärtetem K1-Mineralglas mit Saphirbeschichtung. Alle vier haben ein Tachymeter.
Valóre Imperiale
Die Imperiale hat ein Ronda-Uhrwerk, Kaliber 3540.D, mit drei Hilfszifferblättern für die Stoppuhr und einem Datum. Die Valóre Imperiale Blue verbindet ein tiefblaues Zifferblatt mit einem braunen Armband aus echtem Leder. Die Imperiale Nero ist ganz in Schwarz gehalten, mit einem Gliederarmband aus Edelstahl und weißen Ziffern, die Sie auf einen Blick ablesen.
Valóre Lusso
Die Lusso hat ein Ronda-Uhrwerk, Kaliber 5040.D, und ist mit 11,8 mm Höhe für einen Chronographen erstaunlich flach. Deshalb passt sie gut unter die Manschette eines Hemdes. Die Valóre Lusso Marrone hat ein dunkelbraunes Zifferblatt mit cremefarbenen Hilfszifferblättern und ein braunes Lederarmband. Die Lusso Nero ist die dunkle Variante mit silbergrauem Zifferblatt und schwarzem Armband.
Suchen Sie lieber eine ruhige, klassische Uhr ohne Stoppfunktion? Dann ist die Valóre Notte mit Mondphase eine schöne Alternative. Alle Modelle sehen Sie nebeneinander auf der Seite Herrenuhren.
Den Chronographen zum Outfit kombinieren
Ursprünglich ist ein Chronograph eine sportliche Uhr, doch mit Lederarmband tragen Sie ihn genauso gut zum Sakko oder Anzug. Wählen Sie ein flaches Gehäuse, wenn Sie ihn zu einem Hemd mit Umschlagmanschetten tragen, und kombinieren Sie ihn mit dezenten Manschettenknöpfen in einer Farbe, die zum Gehäuse passt. An freien Tagen sieht ein Chronograph neben einem Herrenarmband gut aus. Tragen Sie das Armband dann am anderen Handgelenk oder, wenn es schmal ist, am selben. Weitere Tipps finden Sie in unserem Beitrag über Schmuck für Männer.
Eine Chronograph-Uhr ist auch ein schönes Geschenk, weil sie im Alltag wirklich genutzt wird. Weitere Ideen finden Sie bei unseren Weihnachtsgeschenken für Männer.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Chronograph-Uhr?+
Ein Chronograph ist eine Uhr mit eingebauter Stoppuhr. Sie lesen die Uhrzeit ab und können gleichzeitig messen, wie lange etwas dauert. Die Stoppuhr bedienen Sie mit den Drückern neben der Krone.
Was ist der Unterschied zwischen Chronograph und Chronometer?+
Ein Chronograph hat eine Stoppfunktion. Ein Chronometer ist eine Uhr, deren Ganggenauigkeit offiziell geprüft wurde. Das eine beschreibt die Funktion, das andere die Präzision.
Wie benutzt man einen Chronographen?+
Bei den meisten Modellen starten und stoppen Sie die Stoppuhr mit dem oberen Drücker neben der Krone und stellen sie mit dem unteren Drücker auf null zurück. Welches Hilfszifferblatt was anzeigt, steht in der Bedienungsanleitung Ihrer Uhr.
Wofür ist das Tachymeter auf der Uhr?+
Mit dem Tachymeter messen Sie die Geschwindigkeit über eine bekannte Strecke, meist einen Kilometer. Starten Sie die Stoppuhr am Anfang, stoppen Sie nach einem Kilometer und lesen Sie am großen Zeiger Ihre Durchschnittsgeschwindigkeit in km/h ab. Das funktioniert für Messungen bis etwa eine Minute.
Passt ein Chronograph unter die Hemdmanschette?+
Das hängt von der Gehäusehöhe ab. Ein flacher Chronograph passt gut unter eine Manschette. Die Valóre Lusso ist zum Beispiel 11,8 mm hoch, die Imperiale 12 mm.
Welche Chronograph-Uhren bieten Sie an?+
Wir bieten vier Chronographen von Valóre an: Imperiale Blue, Imperiale Nero, Lusso Marrone und Lusso Nero. Sie sind Swiss Made, haben ein Schweizer Quarzwerk, ein 42-mm-Gehäuse, ein Tachymeter und sind wasserdicht bis 10 ATM.



